Gegen den Umbau

Im März 2021 begin­nen Umbau­mass­nah­men im Aus­sen­be­reich. Dafür lie­gen teil­wei­se kei­ne Geneh­mi­gun­gen vor. Es wird ein Bau­stopp aus­ge­pro­chen. Betrof­fen ist auf jeden Fall die Mau­er, die unzu­läs­sig erhöht wurde.

Auch hin­sicht­lich der auf­ge­stell­ten Schiff­s­con­tai­ner könn­te es Pro­ble­me geben, denn auch sie dürf­ten einer Geneh­mi­gung bedür­fen, da sie nicht nur vor­über­ge­hend auf­ge­stellt wurden.

Bei­de Ele­men­te ver­bau­en den seit Men­schen­ge­den­ken frei­en Blick über die Bahn­hofs­mau­er. Der All­ge­mein­heit wird etwas ver­wehrt, Nut­zen haben ledig­lich Wenige.

Auf die­ser Sei­te fin­den Sie die Arti­kel, Fotos, Vide­os und Kommentare.

Eine besondere Herausforderung

Es ist eine beson­de­re Gemenge­la­ge: Für lang­jäh­ri­ge Juist-Besu­che­rIn­nen sind vie­le Din­ge leicht zu ver­ste­hen, denn sie ken­nen nicht nur den alten Bahn­hof, son­dern auch die Situa­ti­on auf der Insel seit Jahr­zehn­ten. Bei neue­ren Gäs­ten sieht das anders aus. Sie wis­sen zum Teil nicht ein­mal, dass es hier noch bis in die 1980er Jah­re eine welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Insel­bahn und einen Bahn­hof gab.

Und natür­lich wis­sen aus bei­den Grup­pen die Wenigs­ten, wie die Mau­sche­lei­en im Hin­ter­grund zu dem geführt haben, was heu­te ist:

  • ein bana­ler, stets wie­der ver­schlick­ter Indus­trie­ha­fen statt einer ein­zig­ar­ti­gen Inselbahn,
  • eine fast all­mäch­ti­ge Ree­de­rei, deren Macht zu gross gewor­den ist,
  • ein Geflecht weni­ger ein­fluss­rei­cher Spie­le­rIn­nen, die zum eige­nen Vor­teil und nicht zum Nut­zen für die Insel agie­ren und nicht zuletzt 
  • eine „Gemein­de­po­li­tik“, die das alles mit­trägt — bis hin­ein in den Heimatverein.

Wenn man sich hier einig ist und den his­to­ri­schen Bahn­hof ledig­lich als Inves­ti­ti­ons­ob­jekt sieht, dann führt das eben zu Abriss­plä­nen (2018) oder zu den 2021 ille­gal durch­ge­führ­ten Ver­schan­de­lun­gen die­ses Juis­ter Wahrzeichen.

Juist liegt zudem abseits — hier ein his­to­ri­sches Gebäu­de „vor dem Ver­schwin­den“ ret­ten zu wol­len, ist ein weit­ge­hend ande­rer Sach­ver­halt als bei­spiels­wei­se den Abriss eines his­to­ri­schen Gebäu­des in einer Frank­fur­ter Nach­bar­schaft zu ver­hin­dern. Juist hat in vie­ler­lei Hin­sicht sei­ne eige­nen Gesetze.

Wie stark aber die Unter­stüt­zung für den Erhalt des his­to­ri­schen Juis­ter Bahn­hofs ist, zei­gen nicht nur die vie­len Unter­zeich­ne­rIn­nen der Peti­ti­on von 2018, son­dern jetzt auch wie­der die Kom­men­ta­re vie­ler Men­schen aus ganz Deutsch­land — und sogar dar­über hinaus.

Wir haben hier ledig­lich eine Aus­wahl von Kom­men­ta­ren für Sie zusam­men­ge­stellt. Alle Kom­men­ta­re kön­nen Sie →hier finden.


Das ist ja wohl ein dreis­ter Schach­zug der Fri­sia. […] Wo bleibt da der hör­ba­re Auf­schrei und die ent­spre­chen­de Reak­ti­on der Inselgemeinde? 

Jür­gen Brun­ner, 26. April 2021


Scha­de, immer mehr Flair geht ver­lo­ren, ich bin noch mit der Insel­bahn gefah­ren und das Gebäu­de ist die letz­te Erin­ne­rung daran.

Ste­pha­nie Neu­ge­bau­er, Nie­dern­hall, 26. April 2021


Wozu muss ein so stil­vol­les, his­to­risch wert­vol­les Ensem­ble so ver­schan­delt wer­den? Ich fin­de das ganz uner­hört und leh­ne die­se Ver­schan­de­lung ganz klar ab. Das dem Umbau auch noch die Geneh­mi­gung fehlt, ist ja der Gipfel. […] 

Susan­ne Hirsch-Kür­ner, Mün­chen, 26. April 2021


Da muss sofort ein­ge­schrit­ten wer­den und der Rück­bau erfolgen! 

Was ist bloß los mit den Men­schen, dass man auf so einen hohl­köp­fi­gen Schwach­sinn kommt — noch dazu wohl ohne Baugenehmigung.

Moni­ka, Düs­sel­dorf, 26. April 2021


Seit Jahr­zehn­ten kom­me ich nach Juist, aber DAS macht sprachlos! […] 

Hans Fee­gers, Düs­sel­dorf, 26. April 2021


[…] Juist wird wie­der ein­mal unat­trak­ti­ver und ver­liert mehr und mehr an Charme. Wie scha­de. Wir kom­men seit 40 Jahren …

Kat­ja Koch, Solin­gen, 26. April 2021


Lei­der macht die Fri­sia was sie will, man soll­te das so schnell wie mög­lich beenden!

Andre­as Brum­mer-Wees­jes, Ter Apel, Nie­der­lan­de, 26. April 2021


Weg mit die­sem Schandfleck!

Wir sind eine Groß­fa­mi­lie aus Bay­ern und kom­men regel­mä­ßig nach Juist und sind ent­setzt über die Ver­schan­de­lung des alten Bahnhofes. […] 

Petra Marx, Oster­ho­fen (Nie­der­bay­ern), 26. April 2021


Ich bin ent­setzt wie der schö­ne Blick vom Kur­platz aus ver­schan­delt ist. […] 

Win­fried Kai­ser, Fran­ken, 26. April 2021


Das ist nicht schön. Es ist schon schlimm, das es den Zug nicht mehr gibt, aber jetzt noch den Bahn­hof ver­schan­deln, ist eine Schweinerei.

Hel­ma Schrö­er, Reck­ling­hau­sen, 26. April 2021


Erneu­te Über­prü­fung, ob so über­haupt gebaut oder umge­baut wer­den darf! Und wenn nicht, dann bit­te: Feh­ler ein­ge­ste­hen, Din­ge rück­gän­gig machen!

M. Schmal­bach, Rhein­land, 26. April 2021


Was soll das denn? Was geht in den Köp­fen des Manage­ments der Fri­sia vor? […]

Nils Haa­se, Köln, 26. April 2021


Das darf doch nicht wahr sein. Sieht schreck­lich aus und passt gar nicht nach Juist. […] Ich bin entsetzt!

Mar­ti­na, Ros­bach, 26. April 2021


Zurück bau­en ganz klar. Ille­gal ohne Geneh­mi­gung geht über­haupt nicht.

Simon Hett­rich, Gemün­den am Main, 26. April 2021


Fotos der Umbauten

 


Verschaffen Sie sich einen Überblick: Heinos Video vom 25.März 2021