Artikel zum geplanten Abriss (2018/19)

Die ganze Geschichte

Hier fin­den Sie alle Arti­kel zum geplan­ten des Bahn­hofs — das Neu­es­te zuerst:

Was wird aus dem Bahnhof?

Was wird aus dem Bahnhof?

Der his­to­ri­sche Juis­ter Bahn­hof steht noch. Viel hat sich jedoch nicht geän­dert: Ein offe­ner Dia­log zwi­schen der Eigen­tü­me­rin, der Gemein­de und den für den Bahn­hof enga­gier­ten Men­schen hat nie statt­ge­fun­den. Auf Juist „macht man ein­fach“, ohne Offenhe…
Warum die Petition weiter läuft

Warum die Petition weiter läuft

16. Sep­tem­ber 2019 // Alles im Lot, so könn­te man mei­nen: Der his­to­ri­sche Juis­ter Bahn­hof bleibt erhal­ten. Glaubt man den offi­zi­el­len Aus­sa­gen, so hat das nichts mit der Peti­ti­on zu tun. Als stö­rend wird emp­fun­den, dass die Peti­ti­on wei­ter­läuft. Öffent­lich­keit ist…
Unterstützung aus dem Ausland

Unterstützung aus dem Ausland

1. Sep­tem­ber 2019 // Es ist begeis­ternd zu sehen, aus wel­chen Ecken der Welt die Peti­ti­on zum Erhalt des his­to­ri­schen Juis­ter Bahn­hofs Unter­stüt­zung erhält. Was mag der Hin­ter­grund sein, wenn jemand aus Mexi­ko, Island oder Japan unse­re Peti­ti­on unter­stützt? In…
Bahnhofsabriss ist vom Tisch

Bahnhofsabriss ist vom Tisch

30. August 2019 // Online kann man es bereits lesen, mor­gen wird es in der Druck­aus­ga­be der Ost­frie­sen-Zei­tung ste­hen: Der Abriss des his­to­ri­schen Juis­ter Bahn­hofs ist vom Tisch. Sowohl der Spre­cher der Ree­de­rei Nor­den-Fri­sia AG als auch der Juis­ter Bürgermeister …
Diskussion?

Diskussion?

14. August 2019 // Ken­nen Sie die Plä­ne, die es für den geplan­ten Neu­bau gibt? Wis­sen Sie, wel­che Vor- und Nach­tei­le der Abriss des his­to­ri­schen Bahn­hofs nach sich zie­hen wird? Nein? Nun, dann gehö­ren Sie ver­mut­lich zur Mehr­heit der „Nicht-Ein­ge­weiht…
Podcast: Claus und Heino

Podcast: Claus und Heino

Claus Sören­sen berich­tet in einer Fol­ge sei­nes lang­jä­ri­gen Pod­casts dar­über, war­um es über­haupt einen Hafen auf Juist gibt. Es war eine vor­her­seh­ba­re Fehl­pla­nung — von der heu­te laut Hei­no kaum einer etwas wis­sen will.
Umdenken?

Umdenken?

20. Juli 2019 // Als sich der Juis­ter Bür­ger­meis­ter zur Zukunft des his­to­ri­schen Juis­ter Bahn­hofs äus­ser­te, ver­kün­de­te er kei­ne guten Nach­rich­ten: Nur ein Neu­bau mache Sinn! Das war nicht mehr als ein Hand­lan­ger­dienst für die Fri­sia-Ree­de­rei. Denn Goe…
Ostfriesen-Zeitung vom 12. Juli 2019

Ostfriesen-Zeitung vom 12. Juli 2019

12. Juli 2019 // Die Ost­frie­sen-Zei­tung berich­tet über die aktu­el­le Ent­wick­lung — der Abriss des his­to­ri­schen Bahn­hofs könn­te vom Tisch sein. Welch eine erstaun­li­che Wen­dung, wo der Abriss doch angeb­lich unver­meid­bar war!
Petition

Petition

Im August 2018 erstell­ten wir die Peti­ti­on gegen den Abriss des his­to­ri­schen Bahn­hofs: Juis­ter Bahn­hof erhal­ten. Wir sam­mel­ten Unter­schrif­ten auf Juist und im Inter­net. Am Ende kamen mehr als 2.200 Zeich­nun­gen zusam­men — eine beacht­li­che Anzahl.
Zusammenfassungen des Schriftverkehrs

Zusammenfassungen des Schriftverkehrs

Im bis­her bekann­ten Schrift­ver­kehr zu den Bahn­hofs-Abriss­plä­nen gibt es bemer­kens­wer­te Details. Man­cher ver­nünf­ti­ge Gedan­ke, aber auch Bür­ger­meis­ter Goe­r­ges’ Pein­lich­kei­ten sind es wert, her­aus­ge­ho­ben zu werden.
Bahnhof retten!

Bahnhof retten!

3. Juni 2019 // Mona­te­lang hat­te sich nie­mand der Ver­ant­wort­li­chen geäus­sert. Mitt­ler­wei­le hat es der Juis­ter Bür­ger­meis­ter jedoch schrift­lich bestä­tigt: Der his­to­ri­sche Juis­ter Bahn­hof soll abge­ris­sen werden.

Gegen den Abriss

Als sich im August 2018 die Gerüch­te ver­dich­te­ten, dass der his­to­ri­sche Juis­ter Bahn­hof­ab­ge­ris­sen wer­den soll­te, wur­den wir aktiv. Als ers­tes infor­mier­ten wir uns auf der Insel. Auch wenn die Gemein­de auf Nach­fra­ge jede Infor­ma­ti­on zurück­hielt, so war schnell klar, dass es sich kei­nes­falls um Gerüch­te han­del­te. Wir soll­ten Recht behal­ten: Der Abriss war geplant — mit Unter­stüt­zung der Gemein­de und ohne Infor­ma­ti­on der Öffentlichkeit.

Der Gegen­wind, den wir als Initia­ti­ve beka­men, war beträcht­lich. Es gab eine inter­es­sier­te Kli­en­tel, die uns mit diver­sen Mit­teln von unse­rer Öffent­lich­keits­ar­beit abbrin­gen woll­te. Fake News waren ein belieb­tes Mit­tel eini­ger eher als zwie­lich­tig zu bezeich­nen­den Leu­te. Damals kann­ten wir man­che Mecha­nis­men auf der Insel noch nicht gut genug …

Die JuisterInnen?

Wir waren natür­lich erstaunt über die zöger­li­che Reak­ti­on der Juis­te­rIn­nen auf die Peti­ti­on — wuss­ten wir doch, dass vie­le Insu­la­ne­rIn­nen de Ver­lust des „alten Juists“ bedau­ern. Es waren ledig­lich 55 Per­so­nen mit Wohn­sitz auf der Insel bereit, die Peti­ti­on zu unter­zei­chen, diver­se davon auch nur anonym. Was war da los? Im Lau­fe der Zeit konn­ten wir etwas Licht in die­ses Mys­te­ri­um bringen.

  1. Der Bahn­hof gehört der AG Ree­de­rei Norden-Frisia.
  2. Vie­le Juis­te­rIn­nen besit­zen Akti­en der Fri­sia AG.
  3. Die Fri­sia hat ein Qua­si-Mono­pol bei der Beför­de­rung von Per­so­nen und Waren auf die Insel.

Es besteht also offen­sicht­lich eine gros­se Abhän­gig­keit der Gemein­de von der Ree­de­rei — bis hin­un­ter auf die per­sön­li­che Ebe­ne. Uns sind Fäl­le bekannt, in denen Geset­zes­ver­stös­se der Ree­de­rei nicht ange­zeigt wur­den, weil Juis­te­rIn­nen Nach­tei­le bei der Waren­be­för­de­rung durch die Fri­sia befürchteten.

Je mehr wir recher­chier­ten, des­to offen­sicht­li­cher wur­de ein Bud­dy-Sys­tem auf der Insel: Wer nicht aktiv mit­macht, darf zumin­dest nicht nega­tiv auf­fal­len. „Aus­reis­ser“, also Men­sche die sich trau­ten, eine abwei­chen­de Mei­nung zu äus­sern, wur­den plötz­lich nicht mehr auf der Stras­se gegrüsst, nicht mehr in Geschäf­ten bedient. Kin­der wur­den nicht mehr zu Geburts­tags­fei­ern eingeladen.

Vie­le der älte­ren Juis­te­rIn­nen bedau­ern die Ent­wick­lung auf der Insel. Ihnen feh­len aber die Kraft und letzt­lich auch das Inter­es­se, an einer Ver­än­de­rung mitzuwirken.

Der Blick hin­ter die fröh­li­che Urlaubs­idyl­le ist eher bedrückend.

Die Gäste

Eigent­lich rühmt sich die Insel Juist ja mit einer beson­de­ren Nähe zu den Gäs­ten. Regel­mäs­si­ge Umfra­gen wer­den durch­ge­führt, sogar ein Gäs­te­par­la­ment gibt es. Bedau­er­li­cher­wei­se stell­ten sich die­se lobens­wer­ten Akti­vi­tä­ten als zahn­lo­se Mar­ke­ting-Aktio­nen heraus.

So wur­de der Erhalt des Juis­ter Charmes, für den sich die Mehr­heit der Gäs­te aus­spricht, nie öffent­lich the­ma­ti­siert. Auch das Gäs­te­par­la­ment äus­ser­te sich oft­mals unzu­frie­den— ins­be­son­de­re die Infor­ma­tio­nen hin­sicht­lich der Abriss­plä­ne wur­den bemängelt.

All das blieb ohne Fol­gen. Auf Juist wur­de und wird wei­ter gemauschelt.